Regulations  Psychologie

Die vier Strukturen der Psyche
Die normale Psyche
Die ego-zentrische Psyche
Die ego-zentrischen Bewertungen
Die Therapie

Die vier Strukturen der Psyche

 

Das Subjekt, die "Psyche" reagiert von Anfang an mit den vier Grund-Strukturen.

Ihnen entsprechen die Lüscher-Farben:

  1. Blau
  2. Grün
  3. Rot
  4. Gelb


Die vier Strukturen heissen in der Homöopathie:

  1. psorisch
  2. sykotisch
  3. syphilinisch
  4. tuberkulinisch

Die normale Psyche

 

Die spontane Reaktion des Subjekts auf die gegenwärtige Realität heisst: Normalität.

Das Subjekt reagiert normalerweise mit derjenigen Struktur: 1, 2, 3, oder 4, die der Realität angemessen (adäquat) ist. Die Rangfolge kann deshalb in unterschiedlichen Interessen-Bereichen (Partner, Beruf, Erotik) verschieden sein.

Die vier Strukturen können 24 verschiedene Rangfolgen bilden:
von 1, 2, 3, 4 oder 1, 2, 4, 3 oder 1, 3, 2, 4 usw. bis 4, 3, 2, 1.

Die ego-zentrische Psyche

 

Je ausgeprägter das ICH-Gefühl ist, desto fixierter ist die Rangfolge der vier Strukturen.

Fixierte ICH-Dispositionen werden z. B. als "Konstitution" bezeichnet.

Bei fixierten ICH-Dispositionen bleibt stets eine Struktur blockiert und frustriert z. B.
- - 1. Zugleich wird eine der drei andere Strukturen (2, 3 oder 4) übersteigert. Diese kompensatorische Regulation ist ein labiles Gleichgewicht (der "Neurotiker").

Statt des spontanen Bezuges zur Realität, zur aktuellen Gegenwart wird der Bezug zur Realität umgeleitet über das ego-zentrische ICH-Gefühl ( wie z. B. Ängstlichkeit, Aggressivität, Unbekümmertheit). Dadurch wird die Realität falsch bewertet.
Dadurch wird sie einerseits als Frustration unterschätzt (- -) und in anderer Hinsicht als Illusion überschätzt (++).

Die ego-zentrischen Bewertungen

 

Die ego-zentrische ICH-Disposition (z. B. Rangfolge: ++1, +2, - 3, - - 4) bewertet die Zukunft mit Erwartungen.

Solche Antizipationen sind Projektionen oder sie bewertet die Vergangenheit: Solche Bewertungen sind Retro-Projektionen.

Die Retro-Projektion sucht nach Erinnerungsbildern, die der aktuellen ICH-Disposition entsprechen. Sie sucht nach analogen Situationen, die zur aktuellen, falschen ICH-Disposition passen und benutzt diese Bilder als Argument, um die falsche ICH-Disposition zu begründen und zu rechtfertigen. Die Retro-Projektion verwechselt die äusseren Bedingungen, die erinnerte Situation mit der "inneren" Ursache: mit der subjektiv erzeugten Disposition. Die ICH-Disposition findet immer jetzt, in diesem Augenblick und in dieser Beziehung, zum Beispiel auch in der Beziehung zu Erinnerungsbildern statt.

Beide Projektionen geschehen jetzt in der aktuellen Gegenwart. Beide Projektionen, die in die vermeintliche "Zukunft" und die in die vermeintliche "Vergangenheit" sind Ausdruck der fixierten ICH-Disposition.

(Daher ist die Retro-Projektion der "Psychoanalyse" ein schädlicher Irrtum. Sie sucht nach äusseren Umständen, oft in der Kindheit und hält die äusseren Bedingungen für die Ursache des aktuellen Zustandes, also der ICH-Disposition. Die Ursache des aktuellen Zustandes ist jedoch die ICH-Disposition. Diese muss nicht fixiert sein. Sie kann sich jederzeit ändern. Die "Psychoanalyse" weist die Schuld statt der "inneren" Ursache, der ICH-Disposition, den äusseren Bedingungen, der Situation und den andern zu. Dadurch schafft und fixiert sie ein in die Irre führendes Alibi. Beispiel: Eine Frau begründet ihre misstrauische, kritisch wählerische Haltung gegenüber Männern damit, dass sie als Kind eine sexuelle Annäherung ihres Stiefvaters erlebt hat.)

Aus der fixierten ICH-Disposition wird die Realität nicht objektiv beurteilt, sondern subjektiv bewertet. Jede subjektive Bewertung ist entweder über- (++) oder unterbewertet (- -).

Bewertet werden Vorstellungen.
Sie können sich auf Ereignisse oder auf Einbildungen beziehen.
Die Vorstellungen können Bilder sein,
die abstrakt sind (z. B. Mathematik) oder
real erlebt werden (z. B. Partner) oder
imaginär erlebt werden: a) Erinnerungen, b) Bilder, TV etc.

Die Therapie

 

Die mentale Therapie löst die fixierten ICH-Dispositionen auf.

Sie ersetzt die negativen Bewertungen, die von der ICH-Disposition verursacht sind, durch die objektive Beurteilung der Situation, "der Realität, wie sie wirklich ist". Damit beseitigt sie die Projektionen in die vermeintliche Zukunft und in die vermeintliche Vergangenheit.

Die mentale Therapie kann mit vegetativ wirkende Methoden unterstützt oder, wenn nötig, begonnen werden (Atmung, autogenes Training, Sport, Homöopathie, Phytotherapie, Pharmaka usw.).

 


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